Let’s celebrate real life: Warum es auch mal gut tut “offline” zu sein

Let's celebrate real life: Warum es auch mal gut tut "offline" zu sein

Macht Instagram unzufrieden? Wie viel Social Media ist gut und ab wann kann uns diese inszenierte Welt krank machen? War die Generation unserer Eltern, die komplett ohne Social Media aufgewachsen ist, gl├╝cklicher, weniger gestresst und irgendwie ausgeglichener? Vielleicht ja. Vielleicht war das Leben fr├╝her doch etwas einfacher. Einfacher und dadurch auch zufriedener.

Die letzten Wochen waren f├╝r mich – ohne angeben zu wollen – unglaublich sch├Ân und ich wei├č nicht, wann ich das letzte Mal so ausgeglichen und auch zufrieden war. Ich habe ich eine Wandlung durchgemacht, die mich reifen lie├č und mich vielleicht auch wieder zu mir selbst zur├╝ck gef├╝hrt hat.

Macht Instagram unzufrieden? Ich bin dann mal offline

Instagram und ich. Eine innige Beziehung. Ja, ich geb’s zu. Ich bin ein kleiner Instagram Junkie, liebe die App, sch├Âne Momente zu teilen und einen ├Ąsthetischen und einheitlichen Feed zu generieren. Von all den Social Media Apps, ist Instagram definitiv meine liebste. W├╝rde ich die Anzahl an Stunden, die ich t├Ąglich auf Instagram verbringe, auf einem Blatt Papier stehen sehen, w├╝rde ich vermeintlich peinlich ber├╝hrt, sowie schockiert sein.

In den letzten Wochen war jedoch alles anders. Ja, ich verbrachte immer noch Zeit auf Instagram, aber lange nicht mehr so viel und intensiv wie zuvor. Irgendwie war ich einfach nur noch genervt von all den perfekt inszenierten Fotos. Das Handy einfach mal zu Hause zu lassen, war f├╝r mich in den letzten Wochen also gar kein wirkliches Opfer.

Beim Fr├╝hst├╝ck mit einer Freundin sah ich kein einziges Mal auf mein Handy, mein Handy lag w├Ąhrend eines Badetags zu Hause in meinem Zimmer und auch kein einziges Dinner hatte ich mit meinem Handy festgehalten. Ich wei├č nicht, wann ich das letzte mal so viel gelesen habe, oder mir eine Serie l├Ąngerfristig angeschaut habe. Oft habe ich nach den ersten Folgen n├Ąmlich schon aufgegeben, da ich aufgrund den gro├čen Abst├Ąnden zwischen den einzelnen Folgen gar nicht mehr wusste, um was es eigentlich ging.┬áSchon seit einer Ewigkeit hatte ich mich nicht mehr so entspannt, ausgeglichen und irgendwie angekommen gef├╝hlt.

Als Bloggerin/Influencerin f├╝hlt man sich in einer gewissen Weise immer dazu verpflichtet, auf Instagram aktiv zu sein und seine Follower so gut es geht ├╝berall mit hinzunehmen. Diese “Dauerpr├Ąsenz” ist auf Dauer aber wirklich anstrengend und alles andere als erf├╝llend. So empfinde ich das zumindest. Das Bloggen macht mir unglaublich viel Spa├č, aber st├Ąndig aus dem N├Ąhk├Ąstchen plaudern, vermeintlich witzige Szenen filmen und dabei s├╝├č in die Kamera l├Ącheln? Das bin einfach nicht ich. Irgendwie war Ruhe und Zeit f├╝r mich in den letzten Wochen wahnsinnig wichtig f├╝r mich und (endlich!) habe ich auf mich geh├Ârt und mich etwas von dieser Social Media Welt distanziert. Zumindest was den privaten Konsum anbelangt. Ich hatte ausschlie├člich meine Instagram Postings hochgeladen und bin auf eure lieben Kommentare eingegangen. Viel mehr hatte ich f├╝r die App nicht ├╝brig.

Let's celebrate real life: Warum es auch mal gut tut "offline" zu sein

Das wahre Leben findet au├čerhalb von Social Media statt

Dass das wahre Leben au├čerhalb von Social Media stattfindet, wissen wir theoretisch alle. Diese Einstellung verinnerlicht, habe ich aber erstmals so richtig in den letzten Wochen. Noch nie bin ich abends so zufrieden und ausgeglichen ins Bett gefallen, wie momentan. Ich genie├če mein Leben in vollen Z├╝gen, verbringe wahnsinnig viel Zeit mit Menschen, die mir wichtig sind, und habe endlich wieder das Gef├╝hl, im Hier und Jetzt zu leben.

Wirklich aktiv auf Instagram Stories war ich ja sowieso nie. Es hat mich immer schon etwas unter Druck gesetzt, meinen Tag in Bildern festzuhalten. Momentan frage ich mich aber so oft wie nie zuvor, ob es wirklich daf├╝r steht,┬ástetig die besten Momente mit dem Handy festzuhalten (und so vielleicht die besten Sequenzen selbst zu verpassen), nur damit wildfremde Menschen vielleicht ein paar Sekunden (mehr sind es bestimmt nicht, denn wie oft sehen wir uns die Stories anderer wirklich bis zum Schluss an?) an dem Moment teilhaben d├╝rfen? Wieso ist es uns so wichtig, unsere Licht Momente mit anderen zu teilen? Ist es nicht viel sch├Âner, einzigartige Momente komplett in sich aufzusaugen und mit den liebsten Mensch zu teilen?

Wenn ihr mir auf Instagram folgt, wisst ihr ja, dass ich derzeit gerade mit meiner Family Urlaub auf den Malediven mache. Und soll ich euch etwas verraten? Dieser Urlaub hat mich tats├Ąchlich etwas unter Druck gesetzt. Wieso? Tja, ich befinde mich auf wohl einer der sch├Ânsten Inseln der Welt und habe zig perfekte Foto Locations vor mir. Diese Foto Locations zu 100% auszunutzen, das perfekte Outfit f├╝r jede Location dabei zu haben und alle Foto Timings mit meiner Family abzustimmen, versetzten mich vor dem Urlaub teilweise in eine Art Panik. Eigentlich absurd, oder? Sollte ein Urlaub nicht da sein, um abzuschalten und zu entspannen? Als ich diese Gedanken hegte, wurde mir bewusst, wie sehr Social Media mein echtes Leben beeinflusst. Wie oft habe ich meinen Urlaub bereits danach gestaltet, wie, wo und wann sich der beste Content f├╝r Social Media generieren l├Ąsst? Und wie oft habe ich dabei vergessen, den Moment zu leben? Auf diese Fragen m├Âchte ich am liebsten gar nicht antworten.

In diesen Urlaub m├Âchte ich das anders machen. Nat├╝rlich m├Âchte ich Content f├╝r euch generieren. Schlie├člich liebe ich meine Arbeit und m├Âchte euch sch├Âne Fotos, Tipps und Inspiration liefern. Was ich allerdings nicht m├Âchte ist, mich wieder komplett von Social Media einnehmen und meine Laune von den Foto Ergebnissen und den Likes auf Instagram beeinflussen zu lassen.

Ich m├Âchte mir unbedingt meine Leichtigkeit bewahren, meine Zeit vor meinem Master Studium mit meiner Familie genie├čen und die traumhaften Str├Ąnde nicht nur fotografieren, sondern auch wirklich wahrnehmen.


“Ich lebe nicht f├╝r Social Media, sondern f├╝r mich.”


Was mir in den letzten Wochen immer mehr bewusst wurde: Gl├╝cklich und zufrieden zu sein, ist wohl das allerwichtigste im Leben und wenn dies eben erfordert, mehr offline zu sein, dann nehme ich das gerne in Kauf. Momentan bin ich einfach gl├╝cklich und m├Âchte mir diese Ausgeglichenheit (nach der ich ewig gestrebt habe) auf keinen Fall wieder nehmen lassen. Der Quality Zeit mit Marc, meiner Family und meinen Freunde, genauso wie der Zeit f├╝r mich, die ich mir immer bewusster nehme, habe ich diese Ausgeglichenheit zu verdanken. Es klingt doof, aber genauso ist es: Ich lebe wieder mehr, ich erlebe Momente wieder viel intensiver und habe andere Priorit├Ąten gesetzt. Das echte Leben hat mich wieder vereinnahmt und es tut wahnsinnig gut, seit l├Ąngerer Zeit wieder f├╝r mich, und nicht f├╝r andere zu leben.

 

Habt ihr schon ├Ąhnliche Erfahrungen gemacht? Wie steht ihr zu dem Thema? Macht Social Media eurer Meinung nach unzufrieden? Wie viel Social Media ist wirklich gut und ab wann sollte man eine Pause einlegen? F├Ąllt es euch schwer, das echte Leben zu genie├čen und im Hier und Jetzt zu leben?

xoxo, Theresa

1 Kommentar

  1. 11. August 2018 / 08:56

    Liebes,
    Du sprichst mir aus der Seele. Alles was du geschrieben hast k├Ânnte ich zu 100000% unterschreiben und genauso sehe ich das schon lange. Instagram sch├Ân und gut, aber 24/7 was in die Kamera quatschen nur weil Man dann angeblich nahbarer und realer ist – no way. Ich nutze Instagram wann es mir gef├Ąllt, ich zeige was ICH will und wann ich will. Leider geht das Leben, auch wenn man das als junger Mensch oft nicht wahrnimmt, viel zu schnell vorbei. Und es w├Ąre so traurig wenn man am Ende darauf zur├╝ckblickt und 100000 Bilder hat, aber keine Emotionen. In diesem Sinne, behalt dir dieses Gef├╝hl bei! Nichts macht gl├╝cklicher, als bewusst zu leben und die Zeit zu nutzen die wir haben!

    Alles Liebe, Isa ÔŁĄ´ŞĆ

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Theresa | Blogger & Editor in Chief

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