Von ständiger Erreichbarkeit, Handysucht und Digital Detox

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Übertriebener Onlinekonsum, Handysucht, der Zwang ständig erreichbar zu sein und die Social Media Gesellschaft – alles Themen, deren Existenz mir durchaus bekannt war, mit denen ich mich aber nie wirklich beschäftigt habe. Natürlich wusste ich, dass ein Leben ohne Internet, ja sogar ein paar Tage ohne Internet, für mich unvorstellbar wären, so richtig beunruhigt hat mich das aber nie. Schließlich bin ich mit dieser Einstellung zum Onlinekonsum nicht alleine und teile meine Handysucht (ja, leider muss ich es so nennen) mit wahrscheinlich mehr als 80% der Gesellschaft zwischen 15 und 30.

*In bezahlter Partnerschaft mit Sport+Stil /Beitrag enthält Affiliate Links

Meine Erkenntnis: Wir sind alle abhängig von digitalen Geräten

Dass das Thema ‘Handy- bzw. Internetsucht’ und der ständige Drang sich mitteilen zu müssen wirklich so present ist, wurde mir bei Marc’s und meinem Trip zu der Great Ocean Road erst wirklich bewusst. Aussichtsplattformen wurden abgeklappert unter der Begründung ‘damit ihr gute Fotos für Snapchat und Instagram machen könnt’ und die schönen Strände wurden nicht mit ‘Ruhe und unberührter Natur’, sondern mit ‘einem top Platz und einer wunderschönen Kulisse für Fotos’ beschrieben. Egal bei welcher Sehenswürdigkeit wir ankamen, alle Leute, egal ob jung oder alt, waren mit einer Spiegelreflex Kamera oder mit dem Smartphone auf der Suche nach den besten Fotoplätzen. Auch ich war mitten im Getümmel und schlug mir einen Weg durch die Menschenmassen um das beste Foto von den Twelve Apostels zu bekommen, das – versteht sich wahrscheinlich von selbst – natürlich gleich auf Instagram veröffentlicht wird. Ist das Licht nicht das beste oder bekommt man nicht das Foto, das man möchte, ist die Laune im Keller. Mein Erkenntnis: Fotos, Social Media Kanäle und das virtuelle Darstellen bestimmen unser Leben und werden manchmal sogar mit größerer Wichtigkeit betrachtet als das reale Leben.

 

Die virtuelle Welt, Social Media, Onlineverhalten und welche Rolle mein Blog dabei spielt

Während ich diese Zeilen schreibe, muss ich mit Erschrecken feststellen, dass ein Ausflug bei mir nur als gelungen erachtet wird, wenn genügend Fotos für den Blog, für Instagram und Snapchat geknipst wurden. Zeit um richtig inne zu halten und einfach die atemberaubende Schönheit der Natur zu genießen bleibt oft kaum. Ich weiß nicht ob das nur bei mir so ist, aber die virtuelle Welt steht meistens im Vordergrund und die Erlebnisse müssen sofort mit Freunden via WhatsApp und mit Followern auf Instagram und Snapchat geteilt werden.

Ich muss wirklich sagen, dass mich dieses Internetthema nie wirklich interessiert hat. Natürlich wurde mir zum Beispiel von meiner Mama und auch ab und zu von Marc gesagt, dass ich ständig nur am Handy wäre und ich doch mal das hier und jetzt genießen soll. Mir selber war das aber nie wirklich bewusst, oder vielleicht wollte ich es auch gar nicht wahr haben. Das Handy ist einfach mein ständiger Wegbegleiter und vielleicht ist meine Handyaktivität aufgrund meines Blogs noch viel stärker als bei anderen. Ich liebe es Fotos zu machen, diese dann zu bearbeiten und auf Instagram hochzuladen. Es macht mir unglaublich viel Spaß mit euch via Snapchat und Instagram in Kontakt zu sein und meinen Blog mit den unterschiedlichsten Beiträgen zu füllen. Meine Tätigkeit als Blogger verleitet wahrscheinlich noch viel mehr dazu ständig online zu sein, die neuesten Beiträge auf Instagram zu liken und stündlich die Blogstatistik und Kommentare auf Instagram zu checken. Die ganze Social Media Welt macht mir unglaublich viel Spaß, aber jetzt ist auch bei mir der Moment gekommen, in dem mir bewusst wird, dass ich mich und meine Handysucht etwas bremsen muss. Vor allem hier in Australien gibt es einfach so viele Dinge zu entdecken, die wahrscheinlich ohne Handy und den Drang mein Leben ständig teilen zu müssen noch viel schöner sind. Wahrscheinlich werden bestimmte Momente ohne Handy und ohne jegliche digitale Geräte viel intensiver wahrgenommen. Ganz ehrlich, ich weiß nicht mehr wie es sich anfühlt irgendwo hinzufahren ohne den Gedanken zu haben tolle Fotos zu knipsen. Ich muss aber auch sagen, dass mir das ganze Bloggerdasein und das damit verbundene gefühlt 24/7 online sein auch Spaß macht. Ich möchte mich in Zukunft aber trotzdem – auch wenn es mir schwer fallen wird – wieder etwas mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Auch wenn mein Digital Detox nur begrenzt stattfinden wird, glaube ich, dass mir zum Beispiel ein handyfreier Tag unter der Woche richtig gut tun würde. Auch ein Nachmittag ohne digitale Geräte wirkt wahrscheinlich schon entspannend.

 

Digital Detox – Yes, but…

Ganz ohne Internet, mein Handy und die ganzen Social Media Plattformen möchte ich dann aber doch nicht. In einer gewissen Weise brenne ich für diese digitale Welt und ich spüre auch, wie meine Begeisterung von Tag zu Tag stärker wird. Trotzdem hat man auch vom Schönsten irgendwann genug und muss aufpassen, dass man sich nicht in seiner eigenen virtuell kreierten Welt verliert. Ein langes Telefonat mit meiner Oma, ein Fernsehabend mit Marc ohne ständig Instagram zu checken und in einer Vorlesung richtig gut aufpassen ohne alle fünf Minuten das Handy zu checken – das sind Dinge, deren ich in Zukunft viel mehr Beachtung schenken möchte. Einfach leben im Hier und Jetzt, auf meine innere Stimme hören, Momente bewusst wahrnehmen und mit Freunden wieder mehr Zeit verbringen.

Auf Sport+Stil findet ihr auch einen interessanten Beitrag zum Thema Internetsucht. Außerdem wird dort eine Offtime App vorgestellt, die versucht Anreize zu schaffen um reflektierter mit dem Handy umzugehen. Hier findet ihr übrigens auch 8 Tipps um zu entspannen, die ich mir in der nächsten Zeit vielleicht wieder öfters vor Augen führen sollte 🙂

 

Wie steht ihr zu diesem Thema? Ich bin wirklich mehr als gespannt auf eure Meinungen 🙂 Lasst mich gerne wissen, ob es euch ähnlich geht wie mir oder ob ihr vielleicht schon einmal Digital Detox gemacht habt.

xoxo, Theresa

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13 Kommentare

  1. 7. September 2016 / 15:58

    Zum Glück kann ich meistens noch recht gut abschalten, vor allem wenn ich mit Freunden unterwegs bin, die dem ganzen Social Media Wahnsinn nicht so verfallen sind wie ich 🙂 Meist bleibt mir dann auch gar nichts anderes übrig. Aber es tut auch wirklich gut, mal eine Situation und ein Erlebnis einfach nur so zu genießen. Wo du das gerade aus Australien schreibst, bin ich fast schon froh, dass ich vor über fünf Jahren dort war und Instagram etc. noch keine Bedeutung für mich hatten 😉
    Genießt die Zeit und eine kurze Auszeit ist auch mal extrem wichtig! 😉
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

  2. 7. September 2016 / 10:40

    Bei uns war letztens für einige Stunden Stromausfall und auch das Handynetz war tot. Ich muss ja zugeben, dass ich erstmal ganz schön in Panik geraten bin. Besonders weil mein Freund zu dem Zeitpunkt im Urlaub war und ich die ganze Zeit Angst hatte, dass er sich meldet und ich nun nicht erreichbar bin. So im Nachheinein fand ich es dann aber doch nicht so verkehrt, mal einige Stunden ohne Handy und Internet zu verbringen. Eigentlich sollte man sich das viel öfter gönnen!

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

    • 10. September 2016 / 03:43

      Ja solche Situationen kenne ich auch. Sowas kann im ersten Moment so nervig sein!
      Im Nachhinein habe ich dann aber immer gemerkt dass es nur halb so schlimm war! 🙂

  3. 7. September 2016 / 09:54

    Ich nehme mir auch immer wieder bewusst Auszeiten, sonst kann einem das echt zu viel werden. Wenn ich dann halt mal nichts bei Instagram poste, dann ist das eben so 🙂 Fertig! Davon geht die Welt auch nicht unter 😉
    Liebe Grüße, Fiona THEDASHINGRIDER.com

  4. 7. September 2016 / 09:40

    Wunderbarer Post.
    Leider verbringt man wirklich zuviel Zeit am Handy.
    Da ist es manchmal von Vorteil, dass wen man verreist teilweise gar kein Internet hat und wie schnell Internet unwichtig werden kann.
    So wird das Reisen für mich immer eine Art Digital Detox 😀

    Alles Liebe und weiterhin viel Spaß
    Hannah 🙂

  5. Feli
    7. September 2016 / 09:26

    Richtig guter Post! Danke für deine Offenheit – ich denke, wir können uns alle bei dem Thema na die Nase greifen :* liebe grüße, feli von http://www.felinipralini.de

  6. Tschok
    7. September 2016 / 08:53

    Ein toller Post! Unsere Generation hängt wirklich viel zu sehr am Handy, ich selbst gehöre da leider auch dazu hehe… <33

    Love, Tschok
    http://www.thedetsornfactory.com

  7. 7. September 2016 / 07:51

    Das Thema wird leider immer brennender und jeder muss ich früher oder später damit auseinander setzen. Ich bin gespannt wo diese Entwicklung uns die nächsten Jahre noch hin führt. Ich denke das wir alle mehr zurück zum Ursprung kehren werden. Und Online arbeitenden Menschen auch irgendwann anfangen ihr Internet nach 18 Uhr einfach abzudrehen – meiner Meinung nach wäre das auch der richtige Weg.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at/ Photography/Lifestyle/Travel

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