Eine Reise in die Vergangenheit – Gedanken zum Thema Umzug, neu entstandene Möglichkeiten, Glücksmomente und Abschied nehmen

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Während ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich im Zug von Innsbruck nach Bregenz und kann dieses komische Gefühl im Magen nicht mehr unterdrücken. Ein letztes Mal fahre ich diese Zugstrecke als Studentin, zwei riesen Koffer an Gepäck stehen am Boden neben mir und den Schlüssel der Wohnung habe ich gerade an meine Nachmieterin weitergegeben. Wo ist nur die Zeit geblieben? Normalerweise hört man diesen Satz oft von Omas und Opas, die gerne in alten Erinnerungen schwelgen, aber auch ich muss heute mit Erschrecken feststellen, dass die letzten zwei Jahre wie im Fluge vergangen sind.

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Umzug nach Innsbruck? Die beste Entscheidung meines Lebens

Vor fast genau zwei Jahren fasste ich den Entschluss in Innsbruck zu studieren und ich freute mich auf die Studienzeit und das ‚Studentenleben’, das von allen immer so euphorisiert und angepriesen wurde. Den Gedanken von zu Hause auszuziehen, meine Freunde und Familie nur noch selten zu sehen und komplett auf mich alleine gestellt zu sein verdrängte ich so gut es ging, denn ich hatte großen Respekt vor meinem ersten Umzug in eine für mich damals große Stadt. Wenn man mir vor zwei Jahren ein Leben prophezeit hätte, das ich jetzt führe, hätte ich wahrscheinlich nur den Kopf geschüttelt. Nie im Leben hätte ich mit all diesen Veränderungen gerechnet und nie im Leben hätte ich erahnt, welche Möglichkeiten sich mir mit diesem Umzug bieten. Das damalige schüchterne Mädchen, das gerade sein Abitur gemacht hat und sich langsam aber sicher vom behüteten Zuhause abseilen möchte, hat sich in den letzten zwei Jahren zu einer Frau entwickelt, die sich ihrer Stärken bewusst ist und nun in vielen Belangen weiß, was sie sich vom Leben vorstellt und erwartet.

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Innsbruck – meine persönliche Stadt der Liebe

Obwohl ich anfangs etwas unsicher war, ob der Umzug nach Innsbruck das richtige für mich war, kann ich heute sagen, dass es eine meiner bisherigen besten Entscheidungen war. Innsbruck ist zu meinem neuen Zuhause geworden, ich fühle mich mit der Stadt in einer speziellen Weise verbunden und kein Abschied fiel mir bisher so schwer wie von der tirolerischen Landeshauptstadt. Vielleicht liegt meine Liebe zu der Stadt auch darin, dass ich in Innsbruck meine große Liebe kennen lernen durfte. Innsbruck wird immer Marcs und meine – UNSERE – Stadt bleiben. In Innsbruck liegen so viele Erinnerungen, die uns miteinander verbinden, die für immer in unseren Herzen verankert und mit wunderschönen Momenten verbunden sein werden. Unser erster Kuss, die vielen Sommerabende auf der Terrasse, verschneite Winterspaziergänge und leckere Abendessen in unserem Lieblingsrestaurant – Die Zeit in Innsbruck ist voller wunderbarer Erinnerungen, Momente und Eindrücke, an die wir in Zukunft gerne und mit einem warmen Gefühl im Bauch zurück denken werden.

 

Mein eigener Blog – der Beginn einer großen Leidenschaft

Basierend auf der Beziehung mit Marc entwickelte sich auch die Idee eines eigenen Blogs. Wir beide interessierten uns sehr für Mode, verbrachten Stunden auf unterschiedlichen Portalen und unterhielten uns über diverse Themen der Modewelt. An irgendeinem Tag – den genauen Anlass weiß ich selber nicht mehr genau – war die Idee der Gründung eines eigenen Blogs so präsent, dass wir das Projekt direkt in die Hand nahmen und innerhalb weniger Wochen anfingen kontinuierlich zu bloggen. Was anfangs als Hobby begonnen hat, ist mittlerweile zu unserem Nebenjob geworden, wir arbeiten jede freie Minute an unserem ‚Blogbaby’ und haben eine Art ‚Arbeit’ gefunden, die uns beide durch und durch erfüllt. Nie im Leben hätte ich daran geglaubt, mich in dieser Art und Weise verwirklichen zu können, ein Hobby zu finden, das ich mit einer derartig großen Begeisterung betreibe und mich einfach glücklich und zufrieden macht. Durch das Bloggen durfte ich wahnsinnig viel erleben, ich durchwanderte zahlreiche Glücksmomente und freue mich jedes Mal aufs Neue über eure lieben Kommentare und euer positives Feedback. Innsbruck wird also auch immer die Stadt sein, die mir gezeigt hat was Begeisterung und Leidenschaft bedeutet. Die Stadt, in der ich lernte das zu machen, was mir Spaß macht, ohne einen Gedanken an die Meinung anderen zu verschwenden. Die Stadt, in der mir bewusst wurde, was ich mir von meiner beruflichen Zukunft erwarte in welche Richtung ich gehen möchte. Während ich vor zwei Jahren mit der Gewissheit Business & Management zu studieren nach Innsbruck zog, aber noch keine Ahnung hatte, was ich mit diesem Studium anfangen sollte, kann ich heute sagen, dass ich weiß was ich will (genauso wie was ich nicht will) und was ich mir bezüglich meiner beruflichen Zukunft vorstelle.

 

Neue Sichtweisen, Denkweisen und Möglichkeiten

Was mir persönlich ganz stark auffällt und mich auch irgendwie stolz macht ist, dass ich mich persönlich sehr weiterentwickelt und auch verändert habe. Jetzt im Nachhinein wird mir immer mehr bewusst, dass meine Denkweise bis zum Abitur sehr eingeschränkt war. Meine Ansichten waren zum Teil sehr naiv, ich machte Dinge, weil es von mir verlangt wurde und nicht, weil ich es als richtig erachtete und dachte über viele (von mir jetzt als wichtig erachtete) Dinge einfach nicht nach. Mit dem Umzug nach Innsbruck musste ich schnell lernen, selbst Verantwortung zu übernehmen, selber Entscheidungen zu treffen und deren Konsequenzen auch selber zu tragen. Ich lernte viele unfassbar tolle Menschen kennen, die wahrscheinlich sehr zu meiner jetzigen Einstellung und Denkweise beitrugen. In den zwei Jahren in Innsbruck wurde ich offener, lernte unterschiedliche Kulturen kennen und mir wurde immer mehr bewusst, dass nicht immer alles schwarz-weiß sein muss, sondern dass es auch unkonventionelle und außergewöhnliche Wege gibt, die mich glücklich machen könnten und zu mir passen. Mehr zu diesem Thema findet ihr übrigens in diesem Beitrag.

 

Mein Auslandsemester – Angst und Vorfreude zugleich

Während ich mit etwas Wehmut aus dem Zugfenster schaue und verträumt auf die wunderschöne Tiroler Landschaft blicke, spüre ich auch eine gewisse Vorfreude, die sich immer weiter aufbäumt und die melancholische Stimmung mit Heiterkeit ersetzt. In wenigen Tagen ist es so weit und Marc und ich brechen unser erstes großes gemeinsames Abenteuer an und fliegen für ein halbes Jahr ans andere Ende der Welt. Etwas mulmig ist mir dennoch zu Mute, denn obwohl ich mittlerweile sehr offen für Neues bin, ist Australien doch sehr sehr weit weg und sechs Monate war ich dann doch noch nie von Zuhause weg. Wie wird das Studium sein? Wie entwickelt sich meine Beziehung zu Marc? Werden wir den Herausforderungen gewachsen sein? Werde ich schnell mit anderen Studenten ins Gespräch kommen? Lässt sich alles so organisieren wie wir uns es vorgestellt haben? Wo werden wir wohnen? Diese Fragen geistern mir momentan tagtäglich durch den Kopf und obwohl ich es eigentlich so gut es geht verhindern wollte, steigt meine Nervosität kontinuierlich an. Wenn ich aber etwas in meinem Studium gelernt habe, ist es Gelassenheit. Während früher immer alles strikt durchgeplant sein musste, habe ich heute gelernt, dass man gewisse Dinge einfach auf sich zukommen lassen und so akzeptieren muss, wie sie sind. Obwohl immer noch sehr viel ungeklärt und eben nicht geplant ist (eine Unterkunft werden wir so wie es aussieht vor Ort suchen), freue ich mich wahnsinnig auf eine wunderschöne Zeit in Australien und bin fest davon überzeugt, dass mir die Erfahrung eines Auslandssemesters niemand nehmen kann und ich in einer gewissen Weise davon profitieren werden. Natürlich werde ich euch so gut es geht hier auf dem Blog, auf Instagram und auch auf Snapchat auf meiner Reise mitnehmen.

 

Habt ihr auch schon einen Umzug hinter euch? Wie ist es euch dabei gegangen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Ich freue mich auf eure Meinungen 🙂

xoxo, Theresa

 

PS: Die Fotos passen vielleicht nicht ganz zum Thema des Posts, aber ich finde, auf den Fotos sehe ich so glücklich aus wie schon lange nicht mehr. Die letzten Tag bevor ich mein Auslandssemester starte verbringe  ich zu Hause bei meiner Familie und ich genieße die Zeit in vollen Zügen. In letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst wie glücklich ich mich schätzen kann eine Familie zu haben, die mich liebt, genauso wie ich bin, die mich immer unterstützt und hinter mir steht. Die Fotos hat übrigens meine kleine Schwester gemacht – Danke dafür mein kleiner Schatz!

Das Kleid, welches ich auf den beiden Fotos trage, ist übrigens von Hallhuber. Das Kleid mit Blumenmuster ist perfekt für einen heißen Sommertag und macht sofort gute Laune. Den direkten Link zum Kleid gibt’s hier 🙂

 

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4 Kommentare

  1. Bellchen
    4. Juli 2016 / 10:01

    Liebe Theresa,
    vielen lieben dank für diesen wundervollen und persönlichen Post. Man merkt dir die Vorfreude an.
    Ich bin vor knapp 9 Monaten nach Müchen gezogen. Meine absolute Traumstadt. Wenn ich auf die Zeit nach dem Abitur und nach der Ausbildung blicken ist es wirklich sehr erschreckend, wie die zeit vergeht. Und wie man sich persönlich so entwickelt. Ich habe ebenfalls wahnsinnige Sachen erlebt.
    München wird nicht nur die Stadt sein, in der ich meine erste eigene Wohnung sowie meinen ersten Job hatte, sondern es wird auch immer die Stadt sein, in der mein Freund und ich, nach 2,5 Jahren Fernbezieung zusammen gezogen sind.
    Jetzt wünsche ich dir unglaublich viel Spaß in Australien. Genieße diese Zeit genauso wie in Innsbruck!

    Mit vielen lieben Grüßen!

  2. 2. Juli 2016 / 12:16

    Liebe Theresa,
    Ich lese deinen Blog nun schon eine Weile und bin großer Fan von dir 🙂 Aber so einen schönen Artikel hast du meiner Meinung nach noch nie geschrieben. Man spürt die Liebe in deinen Worten, die Aufregung und die Zuversicht – absolut toll.
    Ich bin nach dem Abitur nach Frankreich gezogen für ein Auslandsjahr. Und später, während meines Studiums in Hessen, bin ich für ein Semester in die USA. Tollste Zeit meines Lebens 🙂 Es ist gut, dass du dir Gedanken machst, gleichzeitig aber keine Angst vor dem Neuen hast. Ich glaube, wenn man aufgeschlossen ist (und das bist du), dann kommt der Rest von allein, auch wenn es sicher nicht immer ganz einfach ist.
    Ich bin schon sehr gespannt auf deine Eindrücke aus Australien und wünsche dir und euch eine richtig tolle Zeit 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Lieselotte von http://www.lieselotteloves.wordpress.com

  3. 2. Juli 2016 / 08:58

    Wundervoller persönlicher Post.
    Mir geht es momentan ähnlich. In zwei Monaten werde auch ich meine eigene erste Wohnung verlassen.
    Es ist ein komisches Gefühl, weil es die letzten zwei Jahre zu meinem Zuhause wurde.

    Ich wünsche dir ganz viel Spaß, Erfolg und viele unglaublich tolle Erlebnisse in Australien.
    Gute Reise!

    Alles Liebe
    Hannah

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Theresa | Blogger & Editor in Chief

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