Der Instagram Algorithmus und wie du ihn zu deinem Vorteil nutzt

Instagram Algorithmus

 

Der Instagram Algorithmus – Ein Thema, das seit fast genau einem Jahr präsent ist und alle Instagrammer unter uns betrifft. In den Anfängen wurden etliche Horrorgeschichten erzählt und panische Aufschreie auf Instagram gestartet. Auch ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung was mich mit dem neuen Algorithmus erwarten wird. Mittlerweile ist die Algorithmus Umstellung schon mehr als ein Jahr her und immer noch ist der neue Algorithmus ein Feindbild vieler (kleiner) Accounts.  In den letzen Monaten habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Denn, für uns Blogger ist Instagram nun mal ein wichtiges Medium um unsere Blogbeiträge zu teilen und Reichweite zu schaffen.

Nach etlichem Recherchieren und Erfahrungen, die ich mit meinem Account gemacht habe, kann ich aber sagen, dass ich der Grundidee des Algorithmus eher positiv gegenüberstehe. Dazu aber später. Meine Erfahrungen mit dem neuen Instagram Algorithmus inklusive meinen Tipps wie ihr den Algorithmus zu eurem Vorteil nutzen könnt, möchte ich in diesem Beitrag teilen.

 

Der Instagram Algorithmus – Relevanz statt Chronologie

Vor der Einführung des neuen Algorithmus war die Chance in dem Feed der Follower aufzutauchen für alle Bilder gleich. Mit dem neuen Algorithmus, werden Bilder aber nicht mehr nach Chronologie, sondern nach Relevanz in unserem Instagram Feed angezeigt. Ziel des neuen Instagram Algorithmus ist es, den Followern nur noch relevante Inhalte anzuzeigen und so einen Information Overload zu vermeiden.

“Mit der wachsenden Anzahl an Nutzern – mittlerweile gibt es mehr als 600 Millionen Instagram-Nutzer weltweit – wurde die Anzahl der Beiträge für einen einzelnen Nutzer zu groß. Mehr als 70 Prozent der Posts blieben ungesehen im Feed. Vor allem nach langen Offline-Phasen (zum Beispiel in der Nacht) war es für Nutzer unmöglich alle Beiträge zu sehen.” 

Ein Algorithmus nach Relevanz – Kling doch gar nicht so schlecht, oder? Wie definiert man nun aber ‘relevant’? Dahinter steckt ein kompliziertes Konstrukt, das durch Interaktionen, Interessen und Beziehungen herauszufinden versucht, welche Beiträge nun für den Nutzer relevant sein könnten. Kurz gesagt, der neue Instagram Algorithmus basiert starke auf dem Engagement eines Accounts.

Ja, kleine Accounts haben es durch den neuen Instagram Algorithmus vielleicht etwas schwerer, die Reichweite zu steigern. Es ist aber auf keinen Fall ein Ding der Unmöglichkeit 😉 Die Beschwerden über den Instagram Algorithmus sind enorm. Wieso fokussieren wir uns aber immer nur auf das Problem, anstatt Lösungen zu suchen? Denn auch als vermeintlich ‘kleiner Account’ kann man den Instagram Algorithmus zu seinem Vorteil nutzen und die Reichweite steigern. Wie das ganze funktionieren soll? Mein angeeignetes Wissen und meine Erfahrungen teile ich unten mit euch! Wenn ihr andere Erfahrungen gemacht habt und so auch andere Tipps für die Reichweitensteigerung habt, lasst es mich gerne wissen!

 

Instagram Algorithmus

 

3 Faktoren, die bei euerem Instagram Ranking eine Rolle spielen

Es gibt Unmengen an Faktoren, die bei dem neuen Instagram Algorithmus eine Rolle spielen. Ich habe mich in diesem Beitrag auf die drei wichtigsten Faktoren, die ihr auch selber beeinflussen könnt, beschränkt.

 

#1. Engagement is King

Wie oben schon erwähnt, basiert der Instagram Algorithmus stark auf dem Engagement eurer Posts. Sprich, je mehr Likes und Kommentare euer Foto hat, desto relevanter wird dieses von Instagram bewertet und somit auch häufiger in den Feeds eurer Follower angezeigt. Hört sich logisch an, oder?

Wie schafft man es nun aber, ein hohes Engagement zu kreieren?

Das ist eine Frage, die wahrscheinlich nicht universell beantwortet werden kann. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass es auf Instagram vor allem um eine Community geht. Versucht also, euch eine eigene Community aufzubauen. Lasst eure Follower an eurem Leben teilhaben, seid nahbar und erzählt (viel!). Vergleicht einfach mal Accounts, die zwar wunderschöne Fotos machen, aber eine extrem kurze  (bzw. gar keine) Caption verfassen mit Accounts, die aus ihrem Leben erzählen und ihre Follower als Teil der Community ansehen. Welche Accounts bekommen im Durchschnitt mehr Likes und Kommentare? Die Accounts, die nahbar und authentisch sind und (trotz high-quality Fotos!) day-to-day Stories erzählen. Versucht also das Engagement eurer Posts zu steigern, indem ihr Geschichten erzählt und Fragen an eure Follower stellt bzw. um Tipps fragt. So schafft ihr erstens einen spannenden Austausch mit euren Lesern und lasst euer Ranking im Instagram Algorithmus in die Höhe schnallen 😉

Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Timing eines Postings nicht unwichtig ist, wenn es um das Engagement geht! Wenn ihr einen Business Account habt, könnt ihr einsehen, zu welcher Tageszeit eure Follower am aktivsten sind. Bei mir ist die ‘Peak Time’ meistens zwischen 19 und 21 Uhr, wobei ich versuche, meine Postings zwischen diesen zwei Stunden hochzuladen. Ich habe aber auch schon von anderen Bloggern gehört, dass diese die Fotos absichtlich morgens hochladen, da die ‘Konkurrenz’ morgens bzw. nachmittags geringer ist als abends. Probiert einfach aus, welches Timing am besten für euch funktioniert! Das Timing ist darum so wichtig, weil die erste Stunde die relevanteste für Instagram ist. Sprich, je mehr Likes und Kommentare ihr in der ersten Stunde nach der Veröffentlichung bekommt, umso besser wird euer Posting vom Instagram Algorithmus bewertet.

 

#2. High-quality and Relevant Content

Neben dem Engagement spielt auch die Qualität und die Relevanz eures Contents (Inhalts) eine große Rolle. Instagram zeigt im Feed eurer Follower Inhalte an, die für diese interessant und relevant sein könnten. Wie weiß Instagram nun aber welche Inhalte interessant und relevant sind? Das hängt stark von den Fotos bzw. von den Themengebieten ab, die zuvor geliked und kommentiert wurden. Interagiert ein Nutzer zum Beispiel hauptsächlich mit Travel Fotos, werden in dessen Feed auch hauptsächlich reisebezogene Fotos angezeigt.

Laut Instagram ist relevanter Content sogar noch wichtiger als das Engagement. “The ranking of Instagram posts will not be a popularity contest. Posts with less engagement but which are more relevant to you can still appear right at the top of your feed.”

Wie erstelle ich nun aber relevanten Content für meine Follower?

Das hängt ganz stark von eurer Zielgruppe ab. Wenn ihr eure Instagram Reichweite also steigern möchtet, ist es ganz wichtig, die Zielgruppe zu erkennen und zu definieren. Instagram merkt sich, welche Art von Bildern bei euren Followern am besten ankamen (z.B. Food Fotos, Flatlays, Outfits) und zeigt ihnen entsprechend ihrer Likes und Kommentare ähnliche Bilder an. Habt ihr also Follower, die sich sehr für Food und Healthy Living interessieren, macht es auch Sinn, Fotos zu posten, die diese zwei Themen aufgreifen. Meine Follower sind zum Beispiel eindeutig an der Modewelt interessiert, wobei ich mit Outfitbildern meistens eine größere Reichweite schaffe als mit Beauty bezogenen Posts. Dies könnt ihr ganz einfach mit dem Statistik Tool des Business Accounts ausmachen. Wie oben schon erwähnt, wird relevanter Content häufiger im Instagram Feed eurer Follower angezeigt, wobei auch das Engagement gesteigert werden kann. So schlagt ihr gleich zwei Fliegen auf einen Schlag 😉

 

#3. Relationships are Key

Je öfter eine Person  mit deinem Profil und deinen Fotos interagiert, desto öfter wirst du in dem Feed der Person angezeigt. Ziel des Instagram Algorithmus ist es, keine Posts mehr von vermeintlichen ‘Freunden’ zu verpassen. Instagram filtert ‘Freunde’ (oder besser gesagt, Personen an denen eine Person Interesse zeigt) nach einem gewissen Schema. Berücksichtigt wird zum Beispiel, welche Personen häufig gesucht werden, mit welchen Personen Direct Messages geschrieben werden und wessen Fotos häufig geliked und kommentiert werden.

Wie schaffe ich es, dass meine Follower regelmäßig mit meinen Fotos interagieren?

Hier sind wir wieder beim Thema Community. Weckt das Interesse eurer Follower (ein Wort, das ich eigentlich ungern verwende) und gebt ihnen einen Grund regelmäßig auf eurem Profil vorbeizuschauen. Das hat wiederum mit relevantem Content zu tun. Denn je relevanter eure Postings für eure Follower sind, desto regelmäßiger werden diese eure Fotos liken und auf eurem Profil vorbeischauen. Ich denke, das wichtigste beim neuen Instagram Algorithmus ist einfach, eine Beziehung mit den Followern aufzubauen. Bezieht eure Follower in eure Beiträge ein, beantwortet Kommentare und seid nahbar! ‘Relationship’ bedeutet ja nichts anderes als Freundschaft. Ich glaube, für Blogger ist es unglaublich wichtig eine Beziehung, ja sogar eine Freundschaft, mit den Followern aufzubauen und persönliche Stories (diese will man schließlich von einer Freundin hören ;)) in die Postings miteinzubeziehen. Persönlichkeit zeigen ist meiner Meinung nach die Basis von regelmäßiger Interaktion auf Instagram!

 

#4. Die Sache mit den Hashtags

Seit Instagram den neuen Algorithmus eingeführt hat, ist es umso wichtiger auf die richtigen Hashtags zu setzen. Hashtags sind wirklich super, um Aufmerksamkeit auf das eigene Foto zu ziehen und die gewünschte Zielgruppe anzusprechen! Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass einige neue Follower durch die Nutzung von den richtigen Hashtags generiert werden können 😉 Instagram erlaubt bis zu 30 Hashtags pro Posting, wobei ich diese Anzahl immer auskoste!

Welche Hashtags sind relevant und wirkungsvoll?

Selbstverständlich macht es Sinn, Hashtags zu verwenden, die euer Themengebiet abdecken. Außerdem ist es meiner Erfahrung nach sinnvoller, Hashtags zu benutzen, die etwas seltener verwendet werden als Hashtags, die über eine Million Beiträge aufweisen. Bei Hashtags, die extrem oft verwendet werden (zum Beispiel #fashion oder #style), verschwindet das Foto schnell in den Instagram Untiefen und ihr schafft es kaum Aufmerksamkeit zu generieren. Etwas spezifischere Hashtags wie zum Beispiel #fashionblogger_de oder #germanblogger sind viel effektiver, da euer Foto nicht gleich von anderen Fotos verdrängt wird. Ihr seid noch auf der Suche nach passenden Hashtags? Dann schaut euch doch mal die TagsforLikes App an. Diese schlägt euch zu jedem beliebigen Thema passende Hashtags vor, die ihr ganz easy kopieren und auf Instagram einfügen könnt!

 

Instagram Algorithmus

 

Fazit – Der Instagram Algorithmus? Eigentlich gar nicht so schlecht!

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich nach längerem Recherchieren und basierend auf meinen persönlichen Erfahrungen den Instagram Algorithmus gar nicht so schlecht finde. Relevanten Content angezeigt zu bekommen, ist ja durchaus positiv! Außerdem finde ich es fair, dass Accounts mit ‘gutem Engagement’ belohnt werden. Denn genau diese Accounts sind es ja auch, die anscheinend das Interesse der Follower auf sich ziehen. Die Beschwerden über den Instagram Algorithmus kann ich jedoch durchaus nachvollziehen. Ich denke aber, wenn man sich auf das Positive konzentriert und versucht, sich die eigene Persönlichkeit und die aufgebaute Community zu nutzen zu machen, der Algorithmus durchaus als positiv gesehen werden kann und gar nicht so schlimm ist, wie immer gesagt wird! Mit hohem Engagement auf Instagram kann man sich sozusagen eine ‘Unique Selling Proposition’ kreieren und oft steckt hinter hohem Engagement eine Menge an Arbeit! Diese kann meiner Meinung nach definitiv belohnt werden 😉

 

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag etwas Licht ins Dunkle bringen! Habt ihr noch andere Tipps um den Instagram Algorithmus zum eigenen Vorteil zu nutzen? Seid ihr eher Befürworter des Algorithmus, oder findet ihr die Devise ‘Relevanz statt Chronologie’ falsch? Ich freue mich wahnsinnig auf eure Kommentare!

xoxo, Theresa

 

PS: Einen weiteren sehr interessanten Beitrag zum Thema ‘Instagram Algorithmus findet ihr hier. Habt ihr außerdem schon meine anderen ‘Blogger Tipps’ & ‘Social Media Hacks’ Beiträge gelesen? Hier geht’s zu der Kategorie!

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7 Kommentare

  1. 2. August 2017 / 10:29

    Das ist wirklich ein super Beitrag mit vielen tollen Tipps. Generell finde ich aber macht es Instagram dadurch aber dennoch schwieriger als früher. Aber damit mus man sich abfinden und eben das Beste daraus machen!
    LG
    Brini
    http://www.brinisfashionbook.com

  2. 1. August 2017 / 10:49

    Hallo meine Liebe, wir vesprochen habe ich auf deinem Blog vorbeigeschaut. Ich finde du hast ein wichtiges Thema angesprochen und wirklich gute Tipps gegeben! Dadurch, dass ich selbst auch blogge, war ich mit dem Thema “Instagram Algorithmus” schon vertraut, konnte mir dennoch ein paar neue spannende Ansätze herausziehen. Auch ich bin sehr gespannt wie sich Instagram in der nächsten Zeit weiterentwickeln wird und ob es vielleicht eine Blase ist, die irgendwann zu platzen droht…
    Liebe Grüße, Sophie
    http://www.sophiewallstabe.com
    Instagram: sophiewallstabe

    • 1. August 2017 / 12:04

      Danke Sophie! Wir werden sehen wohin sich das Ganze entwickeln wird 🙂

  3. Sylvia
    31. Juli 2017 / 12:23

    Sehr schöne Tips! Leider hab ich auch dieses Problem bei Insta. Irgendwie hab ich einfach zu spät angefangen glaub ich…
    Jetzt müsste man einfach viel mehr Zeit investieren die ich im Moment nicht habe. Rumjammern hilft jedoch auch nichts, muss man sich halt was anderes einfallen lassen und sein Bestes geben 🙂

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotografieblog

  4. 30. Juli 2017 / 13:15

    Liebe Theresa, Danke für deinen tollen Post<3 ich sehe die Entwicklung auf Instagram eher kritisch an und glaube das immer mehrere Faktoren zusammenhängen…z.B werden in den News ja nun auch Firmen-Beiträge und co. angezeigt und ich denke es ist eben das Ziel von Instagram, dass wir unsere Beiträge bewerben, um mehr "gesehen" zu werden. Alles so in Richtung Facebook. Außerdem habe ja nur Accounts abonniert, wo ich die Beiträgen auch sehen will und das diese alle verloren gehen, finde ich sehr schade:-(. Dennoch hast du Recht, sich immer nur beschweren bringt auch nichts und man muss auch mal selber aktiv werden :-). Lg Tatjana

    • 31. Juli 2017 / 10:27

      Danke für deinen lieben Kommentar 🙂 Ja ich bin gespannt in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird!

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Theresa | Blogger & Editor in Chief

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