Beziehung und Bloggen – Wie finde ich einen gesunden Mittelweg?

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Als ich im Juli gemeinsam mit Marc den Blog stylemocca.com gründete, war mir durchaus bewusst, dass das Betreiben eines eigenen Blogs viel Zeit und Arbeit kosten würde. Davon, dass mir das Bloggen jedoch so viel Spaß machen, dass ich meine ganze Freizeit dafür opfern, meine freien Abende schreibend vor dem Laptop sitzen würde und das Bloggen Thema Nummer eins sein wird, hatte ich allerdings keinen blassen Schimmer.

Beziehung und Bloggen – Wie finde ich einen gesunden Mittelweg?

Vorab muss ich sagen, dass der Blog Stylemocca ohne Marc gar nicht zustande gekommen wäre. Mein Wunsch nach einem eigenen Blog wurde diesen Sommer immer größer. Immer öfter schwärmte ich von den ganzen Möglichkeiten eines eigenen Blogs, erzählte Marc von meinen Ideen und steckte ihn (das glaube ich zumindest :)) in einer gewissen Weise von meiner Begeisterung an. Dass der Blog auch sein Leben in kürzester Zeit auf den Kopf stellen würde, war ihm (genauso wie mir) anfangs nicht bewusst.

Mein Freund wurde in dieses Blogger-Ding sozusagen ‚nichtsahnend‘ mit hineingezogen. Mit der Zeit wurde er mein Blogfotograf, der auch mal meinen Frust abbekam, wenn die Bilder nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Er verbrachte abendelang am Computer um ein Widget oder Features in die Website zu integrieren, munterte mich auf wenn ich mal wieder Selbstzweifel hatte und wurde zu meiner ersten Bezugsperson was Collagen oder Texte für diverse Blogposts betrifft.

Ich muss wirklich sagen, ich bin unglaublich froh Marc zu haben. Wir haben diesen Blog gemeinsam aufgebaut, arbeiten zusammen an dieser ‚Blogsache‘ und er unterstützt mich wo er nur kann. Ich denke hinter einem erfolgreichen Blog stehen immer zwei Personen und ich bin so glücklich, dass mein Freund den ganzen Trubel mitmacht, mir zur Seite steht, aber mir auch mal ordentlich die Meinung sagt 🙂 Einen Partner zu haben, der vollkommen hinter einem steht ist wohl das größte Geschenk (und das nicht nur auf das Bloggen bezogen).

Dadurch dass wir das selbe studieren und den Blog gemeinsam betreiben verbringen Marc und ich wahrscheinlich mehr Zeit miteinander als andere Paare. Wir lernen miteinander, arbeiten zusammen am Blog und das Wochenende halten wir uns meistens frei für Shootings und andere organisatorische Aktivitäten. Ich genieße diese Zeit wirklich sehr und möchte keine Sekunde missen, aber irgendwann kommt auch der Moment in dem man merkt dass andere Dinge auf der Strecke bleiben. Ich bin eine Person, die sich sehr in Sachen reinsteigern kann. Manchmal auch zu viel. Neben meinem ganzen Ehrgeiz vergesse ich oft die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Telefonate mit der Mama, Mittagessen mit der besten Freundin oder lange Spaziergänge mit dem Freund werden immer seltener. Klar will man sein ‚Blogbaby‘ mit tollen Inhalten füttern, das Beste aus den Blogfotos herausholen und tolle Beiträge schreiben, aber macht ‚Arbeit‘ oder besser gesagt ein sehr zeitintensives Hobby alleine glücklich?

In letzter Zeit ist mir immer klarer geworden, dass man sich bewusst eine Auszeit gönnen muss, nicht nur von der Arbeit sondern auch von einem zeitintensiven Hobby wie dem Bloggen. Wir müssen lernen Prioritäten zu setzen (uns gegenüber, sowie dem Partner gegenüber) und ein gesunder Mittelweg ist hierbei wohl die beste Lösung, obwohl das natürlich leichter gesagt als getan ist 🙂 Mittlerweile haben Marc und ich einen Weg gefunden, der für uns beide passt und mit dem wir beide wirklich glücklich sind. Zugegeben, es ist nicht immer leicht, Beziehung und Arbeit unter einen Hut zu bekommen und auch bei mir funktioniert das ganze manchmal besser, manchmal schlechter, aber ich denke, langfristig ist ein Mittelweg zwischen Arbeit und Beziehung der einzige Weg zum Glück. Bei diesem Thema gibt es natürlich nicht nur einen perfekten Lösungsansatz und ich denke, jedes Paar sollte für sich selber ein paar Regeln aufstellen und herausfinden, wie man Beziehung und Arbeit (oder ein sehr zeitintensives Hobby) vereinbaren kann, ohne dass etwas auf der Strecke bleibt. Hierbei ist miteinander reden ist das A und O. Ich finde es sehr wichtig über die eigenen Vorstellungen, Erwartungen und Bedürfnisse zu sprechen um so Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und auf den Partner eingehen zu können. Zudem ist auch bei einer Beziehung Planung – wie in so vielen Bereichen des Lebens – der Schlüssel zu Erfolg 🙂 Ich zum Beispiel setze mir für jeden Tag bestimmte Ziele und probiere meine Zeit sinnvoll einzusetzen. So kann ich die Zeit danach (mit dem Partner) in vollen Zügen genießen ohne gestresst und in anderen Gedanken zu sein. Was meiner Meinung nach auch hilfreich ist, ist das Einführen einer Handy-freien Zone bzw. einer Handy-freien Zeit. Handys sind richtige Zeitfresser und welches Paar kennt die Abende, die jeder gedankenverloren in sein Handy starrt, nicht? Diese eigentliche ‘verlorene’ Zeit lässt sich viel besser nutzen, in dem man sich voll und ganz dem Partner widmet, tolle Gespräche führt oder zum Beispiel gemeinsam kocht anstatt ständig das Handy zu checken. Eine Beziehung bedeutet auch einfach Arbeit und wird ohne Zeit, Zuneigung und Disziplin genauso wie eine Blume, die man nicht pflegt, verwelken. Eine Beziehung bedeutet auch Kompromisse eingehen, sich um den Partner bemühen und gemeinsam wachsen. Aber wenn man den richtigen Partner gefunden hat, ist eine Beziehung die schönste Arbeit der Welt 🙂

An dieser Stelle möchte ich noch ein großes Dankeschön an meinen Freund aussprechen, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht, mich unterstützt wo er nur kann und auch meine kleinen Wutausbrüche und Selbstzweifel über sich ergehen lassen muss 🙂 Ohne dich wäre ich jetzt nicht dort wo ich bin und ich bin unglaublich dankbar für deine Hilfe! #meinheld

Nun würde mich noch interessieren wie ihr zu diesem Thema steht? Welche Erfahrungen habt ihr zum Thema Beziehung und Bloggen (oder einem anderes sehr zeitintensivem Hobby) gemacht?

Love, Theresa

 

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4 Kommentare

  1. 26. Dezember 2015 / 11:05

    Dieser Beitrag erinnert mich sehr an meinen Text zum Thema “Bloggen als Beziehungskiller?”
    http://www.stylingliebe.de/bloggen-als-beziehungskiller/

    Ich muss auch immer wieder an unsere Anfangsphasen denken und daran, wie chaotisch manche Dinge liefen 🙂 Mittlerweile haben wir einen guten Rhythmus gefunden, der – wie bei allen “Blogger-Pärchen”, erstmal gefunden und erarbeitet werden musste 😉

    Ein Dank an unsere lieben BOYS <3

    Liebe Grüße
    Julia von http://www.stylingliebe.de

  2. 25. Dezember 2015 / 10:17

    Genießen Sie Ihre schönste Zeit. Küsse. Fröhliche Weihnachten

  3. 24. Dezember 2015 / 12:04

    Kann ich genauso unterschreiben. Mein Freund hat mich von Anfang an beim Bloggen unterstützt. Und auch wenn man ihn nicht wirklich sieht, macht er ja die meisten Fotos und steht mit Rat und Tat zur Seite. Da gehören einfach immer 2 dazu!! Wirklich wunderschöner Beitrag <3

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

  4. 23. Dezember 2015 / 11:41

    So ein schöner Beitrag, denn ich komplett so unterschreiben würde. Bei mir und meinem Freund war es eigentlich das Gleiche. Ich wollte unbedingt einen eigenen Blog und er hat mich von Anfang an total unterstützt, kümmert sich um das Layout und kleinen Problemchen mit WordPress, ist mein Blogfotograf und und und. Du hast vollkommen Recht, dass immer 2 Personen hinter so einem Blog stecken, auch wenn man die zweite Person kaum sieht, aber sie unersetzlich ist.

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

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Theresa | Blogger & Editor in Chief

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